Herz und Andenken

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Tiere gehören zu meinem Leben, solange ich denken kann. Heute begleiten mich zwei Hunde und zwei Rosenköpfchen, jeder mit seinem eigenen Charakter, seinen kleinen Macken und seiner ganz eigenen Art, Nähe zu zeigen. Sie gehören zu meiner Familie. Und genau deshalb weiß ich auch, wie groß die Sorge werden kann, wenn das eigene Tier älter wird und man irgendwann merkt, dass die gemeinsame Zeit nicht unendlich ist.
Auch ich musste lernen, Abschied zu nehmen.
Wie schwer es ist, einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier gehen zu lassen, habe ich selbst erfahren. Ich habe meine Mutti beim Sterben begleitet und war bei ihr, als sie ihren letzten Atemzug machte. Diese Erfahrung hat mich tief geprägt und meinen Blick auf das Sterben verändert. So schmerzhaft dieser Moment war, so wichtig war es für mich, bei ihr zu sein und sie auf diesem letzten Stück ihres Weges nicht allein zu lassen.
Jahre später musste ich auch einen meiner Hunde gehen lassen. Sie war erst zehn Jahre alt, als sie an Knochenkrebs erkrankte, und alles ging viel zu schnell. Auch bei ihr war ich bis zum letzten Atemzug dabei.
Doch diesmal war vieles anders.
Neben der Trauer waren da plötzlich so viele Fragen, Zweifel und Gedanken, auf die ich nicht vorbereitet war. Habe ich alles richtig gemacht? Habe ich früh genug erkannt, wie schlecht es ihr ging? War der Zeitpunkt richtig? Hätte ich noch etwas tun können? Gerade nach ihrem Tod haben mich diese Fragen lange begleitet.
Genau deshalb bin ich Trauercoach bei Haustierverlust geworden.
Ich habe selbst erfahren, wie einsam sich die Trauer um ein Tier anfühlen kann. Für einen selbst ist ein geliebtes Familienmitglied gestorben und gleichzeitig hat man manchmal das Gefühl, erklären zu müssen, warum dieser Verlust überhaupt so weh tut. Meine eigene Trauer hat viele Fragen in mir hinterlassen. Ich wollte verstehen, warum uns der Verlust eines Tieres so tief trifft, warum Zweifel und Schuldgefühle nach dem Abschied oft nicht einfach verschwinden und was in dieser schweren Zeit wirklich helfen kann.
Heute ist mein ältester Hund 16 Jahre alt und mit ihrem Älterwerden begegnet mir das Thema noch einmal auf eine andere Weise. Ich beobachte genauer, mache mir Gedanken darüber, was sie jetzt braucht und was ihr noch Freude macht. Und natürlich ist da auch die Sorge vor dem Tag, an dem ich wieder Abschied nehmen muss.
All diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass ich mich immer intensiver mit dem Älterwerden unserer Tiere, mit Sterben, Abschied und Trauer beschäftigt habe. Irgendwann wollte ich nicht mehr nur für mich selbst Antworten finden. Ich wollte mehr darüber wissen und lernen, wie ich auch andere Menschen in dieser Zeit begleiten kann. Deshalb habe ich mich im Bereich Trauerbegleitung bei Haustierverlust und Sterbebegleitung weitergebildet.
Auch das Thema Hochsensibilität beschäftigt mich sehr und ich habe mich zur Coachin für hochsensible Menschen weitergebildet. Manche Menschen nehmen Gefühle, Veränderungen und Abschiede besonders intensiv wahr. Auch die Sorge um ein älter werdendes oder krankes Tier und später die Trauer um dieses Tier können dadurch sehr tief empfunden werden. Das Wissen aus dieser Weiterbildung möchte ich deshalb auch in meine Begleitung einfließen lassen.
Mein Weg zu

Vielleicht bist du genau deshalb hier
Vielleicht wird dein Tier gerade älter und du merkst, dass du dir immer häufiger Gedanken darüber machst, wie viel gemeinsame Zeit euch noch bleibt. Vielleicht stehst du vor einer schweren Entscheidung und beschäftigst dich mit dem Abschied von deinem Tier. Oder du hast bereits Abschied genommen und vermisst dein Tier so sehr, dass es manchmal schwer ist, anderen zu erklären, was dir eigentlich fehlt.
Du musst mir nicht erklären, warum es so weh tut.
Mit Herz & Andenken möchte ich einen Ort schaffen, an dem genau diese Gefühle ihren Platz haben. Einen Ort für das Älterwerden deines Tieres, für die Sorge vor dem Abschied, für die schwere Zeit des Loslassens und für die Trauer danach.
Und vor allem einen Ort, an dem die Liebe zu einem Tier niemals mit den Worten „es war doch nur ein Tier“ kleingeredet wird. 🤍